Pheromone sind unsichtbare Sexualbotenstoffe, die nur eine Funktion erfüllen: Uns für das andere Geschlecht unwiderstehlich zu machen.  | Der Begriff Pheromon kommt aus dem Griechischen und bedeutet Träger der Erregung. Auf ihre Anziehungskraft reagieren wir instinktiv-unbewusst. Bereits kleinste Mengen reichen aus, um einen Reiz in unserem Gehirn auszulösen. Das Mitspracherecht des Kopfes ist dabei weitgehend ausgeschaltet. Pheromone machen uns zwar nicht zu willenlosen Tieren, lassen uns aber manche Kleinigkeiten vergessen. | Wenn sein Geruch ihr Herz zum Klopfen bringt, wird sie die Socken am Schlafzimmerboden schon mal übersehen. Schließlich fallen die vom Bett aus auch gar nicht auf. Wenn er sie so anziehend findet, dass er nur noch ans Ausziehen denken kann, kann sie ruhig stundenlang reden, reden, reden. Denn diese Lippen sind einfach so sexy... Unsere Nase kann uns ganz schön überlisten. Das will die Natur, denn gäbe es die Sexuallockstoffe nicht, würden wir wahrscheinlich auf Fortpflanzung verzichten. Pheromone bestimmen nicht nur, ob wir jemanden sexuell attraktiv finden, sondern wirken sich auch auf den generellen Sympathiefaktor aus.
Wenn Frauen zusätzliche Pheromone als Parfüm auftragen, verdreifacht sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ihr Erfolg beim anderen Geschlecht. 1 Männer können Ihre Chancen mit Pheromonen nahezu verdoppeln. 2
Nicht nur die Chancen auf Sex, sondern auch die Aufmerksamkeit der Partner verbesserten sich laut der zitierten Studien. Pheromone können nicht nur dabei helfen, neue Bekanntschaften zu schließen, sondern auch einer bestehenden Beziehung mehr Lust und Leidenschaft verleihen. Wie Pheromone auf uns wirken, hängt stark von unserem Hormonhaushalt ab. Während des Eisprungs bevorzugen Frauen besonders männliche Partner, in Menstruationszeiten darf es auch schon mal ein Softie sein. Auch der eigene Körpergeruch steht unter dem Einfluss der Hormone. Entsprechend verändert sich in bestimmten Zyklusphasen der Frau etwa die Zusammensetzung pheromonartiger Kopuline im Vaginalsekret. In ihrem Unterbewusstsein spüren Männer: Sie ist empfängnisbereit. Den wissenschaftlichen Beweis erbrachte Astrid Jütte von der Universität Wien. Sie testete drei verschiedene Kopulin-Gemische im Vergleich zu Wasserdampf an 106 Männern, die dabei Fotografien von Frauen beurteilen sollten. Ein schwacher Frauenduft verführte dabei die Männer immer zu einer positiveren Bewertung der Bilder – unabhängig von ihrem Aussehen gewannen die Frauen durch die Duftsignale deutlich an Attraktivität. 3 Besonders stark von der Wirkung von Pheromonen profitieren übrigens Durchschnittstypen. Was anziehend und attraktiv ist, liegt eben nicht allein im Auge des Betrachters… 4
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